GIRL FROM THE NORTH COUNTRY in London: Die glorreiche Zukunft des Jukebox-Musicals

„Es ist das kraftvollste, bewegendste und originellste Musical in London. Und ja, das schließt auch Hamilton mit ein“,  schrieb der Sunday Express über Girl from the North Country. Nach einer ausverkauften Spielserie im Londoner Old Vic Theatre letzten Sommer war das Theaterstück mit Musik von Bob Dylan nun für drei Monate im West End zu sehen. Am 24. März 2018 fiel im Noël Coward Theatre der letzte Vorhang, doch ich hatte das große Glück, die Show einen Abend vor Ablauf der limitierten Spielzeit sehen zu können. Eine Woche später denke ich noch sehr viel nach über dieses Stück, das sich einer traditionellen Genre-Kategorisierung entzieht und dessen Musik mich einfach nicht loslässt.

Bis auf wenige Möbelstücke, die an den Rändern platziert sind, strahlt die Bühne beim Betreten des Theatersaales eine große Leere aus. Dies gibt die Grundstimmung des Settings an, bevor überhaupt die Schauspieler und Musiker die Spielfläche betreten und Bob Dylans „Sign On the Window“ anstimmen. Der trostlose Ort wird mit Leben und Wärme gefüllt und schnell wird klar, dass kein gewöhnlicher Theaterabend bevorsteht.

Ein Erzähler, der später selbst als Dr. Walker ein Teil der Handlung wird (Adam James), stellt sich an einen Retro-Mikrofonständer an der vorderen Bühnenkante und führt das Publikum in den Schauplatz ein, während im Hintergrund der Tisch für ein Abendessen gedeckt wird. Auf meinem Platz in der ersten Reihe kann ich tatsächlich den Eintopf riechen, den die Familie isst und es fällt mir durch die Nähe zum Bühnengeschehen nicht schwer, unmittelbar in die Geschichte einzutauchen.

© Manuel Harlan

Das komplette Stück spielt in einer Pension in Duluth, Minnesota im Jahr 1934. Sicherlich wurde diese Stadt nicht zufällig für die Geschichte gewählt, denn 1941 kam dort Bob Dylan selbst zur Welt – doch um ihn soll es an dem Abend nicht gehen. Vor dem Hintergrund der Großen Depression gehen in dem Gästehaus Menschen ein und aus, die sich auf der Suche nach einer Zukunftsperspektive viel verschweigen und alle ihr eigenes Päckchen zu tragen haben. Zu den behandelten Themen gehören Familienkonflikte, Verlust, Existenzängste, Rassismus, Opportunismus und psychische Erkrankung.

Das Buch von Girl from the North Country stammt von dem irischen Dramatiker Conor McPherson, der bei der Uraufführung im Old Vic, welche ins West End transferierte, selbst Regie führte. Durch den Schauplatz, die Charaktere und die Figurenkonstellationen könnte man auf den ersten Blick meinen, dass es sich hier um einen Klassiker des amerikanischen Literatur- und Dramenkanons von einem Autor wie Arthur Miller, John Steinbeck oder Tennessee Williams handelt. In der ersten Hälfte werden viele Figuren, die man aus Geschichten dieser Art gut kennt, ins Spiel gebracht. In der Pause rechnete ich noch damit, dass die Handlungsstränge der ersten Hälfte – wie in einem Whodunit-Krimi von Agatha Christie oder einem „Alles ist miteinander verbunden“-Roman von Charles Dickens – im zweiten Akt zusammengeführt werden oder zumindest eine Auflösung erfahren.

Am Ende wird jedoch klar, dass in Girl from the North Country vieles unausgesprochen bleibt. Die Schicksale der Figuren stellen viele Fragen, auf die es keine Antwort gibt. Dinge wie die Identität des Vaters bei einer rätselhaften Schwangerschaft sind nach dem Schlussapplaus noch ungeklärt. Dadurch wirkt das Stück akzidentell und weniger wie kalkulierte Fiktion, bei der am Ende alles mit einer feinen Schleife abgerundet wird. Im ersten Moment fand ich das nach der Exposition des ersten Aktes ein wenig irritierend, kann McPhersons Buch im Nachhinein aber immer mehr wertschätzen. Im richtigen Leben ist es doch auch so, dass viele Geheimnisse nicht gelüftet werden und wir uns nicht sicher sein können, ob jemand uns die Wahrheit erzählt hat oder nicht. Dadurch wirkt Girl from the North Country wie ein naturalistischer Einblick in den Alltag einer Gruppe von Menschen, die mit den Folgen der Wirtschaftskrise kämpfen müssen und ist in seiner Struktur einer Kurzgeschichte, die offene Fragen hinterlässt, ähnlicher als einem abgeschlossenen Roman.

© Manuel Harlan

Erstaunlicherweise ist das Geheimrezept, das diese Lücken in der Geschichte schließt und hilft, die Atmosphäre und das Zeitgefühl greifbar zu vermitteln, eine Sammlung von Bob Dylan-Songs, die eigentlich erst Jahrzehnte nach der Großen Depression geschrieben wurden. Ich muss zugeben, dass ich vor Girl from the North Country keine großen Berührungspunkte mit Bob Dylan hatte und nur wenige der gesungenen Lieder kannte. Allerdings handelt es sich bei der Songliste auch nicht um eine Aneinanderreihung von Dylans erfolgreichsten Hits. Die Idee für das Bühnenstück ging von Dylans Plattenfirma aus, die mit der Frage auf McPherson zukam, ob er sich als nächstes Projekt ein Theaterstück mit Dylan-Musik vorstellen könnte. Ihm wurden hierzu knapp vierzig Alben aus Dylans jahrzehntelanger Karriere zur Verfügung gestellt, durch die er sich auf der Suche nach unentdeckten Perlen hörte.

Für Girl from the North Country bediente McPherson sich an Dylans weitreichendem Backkatalog und wählte unabhängig ihres Bekanntheitsgrades Songs, deren Stimmung am besten zu den Situationen auf der Bühne passte. Der älteste Song in der Show, „Girl from the North Country“, stammt von Dylans zweitem Album The Freewhelin’ Bob Dylan aus dem Jahr 1963, der aktuellste Song („Duquesne Whistle“) erschien 2012 auf dem Album Tempest. Erst vor zwei Jahren machte Dylan wieder Schlagzeilen, da er als erster Musiker mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Seine Liedtexte sind poetisch und häufig kryptisch. Gerade deswegen, sagte McPherson, kann jeder Dylan-Song von jedem Charakter in jeder Situation gesungen werden und immer eine gewisse Relevanz transportieren.

Offiziell wird das Stück nicht als Jukebox-Musical eingeordnet, sondern als Theaterstück mit Musik. Die Lieder sind nicht Teil der Handlung und die Figuren singen niemals zueinander. Wenn ein neuer Song angestimmt wird, hält die Geschichte kurz inne und die Schauspieler treten – so erweckt es zumindest den Anschein – aus ihren Figuren, um als Sänger an Standmikrofonen das Geschehene zu reflektieren oder manchmal einfach nur eine bestimmte Atmosphäre zu evozieren oder unterstützen.

© Manuel Harlan

Simon Baker – der im Programmheft als Orchestrator, Arranger und Musical Supervisor geführt ist – lässt in der Show ausschließlich Instrumente zum Einsatz kommen, mit denen in den 1930ern bereits musiziert wurde. Neben Alan Berry, der bei Girl from the North Country die musikalische Leitung übernimmt, sind drei weitere Musiker auf der Bühne, alle weiteren Instrumente werden von den Darstellern selbst gespielt. Im Laufe des Abends kommen unter anderem Piano, Tamburin, Mundharmonika, Violine und Akustikgitarre zum Einsatz, ansonsten gibt es immer wieder rhythmisches Klatschen und Stampfen. Orchestrierung, Ästhetik (Ausstattung: Rae Smith) und Staging (Movement Director: Lucy Hind) erinnern stellenweise an Once, schaffen aber insgesamt ein sehr originelles Zusammenspiel.

Im September erschien ein Cast-Album, das die starke Wirkkraft der Musik im Theater wunderbar einfängt. In diesen Versionen unterscheiden sich die Lieder stark von Dylans Originalen, da sie sehr anders arrangiert und häufig auf kreative Weise als Mash-Ups miteinander verwebt sind. Das Album, das in den Abbey Road Studios aufgezeichnet wurde und – was für eine Theateraufnahme eine Besonderheit ist – auch auf Vinyl erschien, ist komplett auf Spotify verfügbar und ist eines der schönsten Cast-Alben, das ich in den letzten Jahren gehört habe.

Ähnlich wie die Songs im Kontext der Show ist auch der Titel Girl from the North Country gewollt uneindeutig. Das gleichnamige Lied wird im zweiten Akt nur kurz angestimmt und gibt keine klare Antwort darauf, welche Figur das titelgebende Mädchen ist und ob hiermit überhaupt ein konkreter Charakter gemeint ist, der in der Handlung vorkommt, oder nicht vielmehr die abstrakte Sehnsucht nach vergangener Liebe und Erinnerungen an schönere Zeiten. So wie die Liedtexte suggeriert auch der Titel viel, überlässt die endgültige Deutung aber jedem einzelnen Zuschauer.

Das komplette Ensemble singt die Dylan-Songs nicht nur wunderschön, sondern überzeugt auch in den Dialogen mit einer Intensität und Authentizität, wie man sie nur selten im Musiktheater erlebt. Ciarán Hinds (bekannt unter anderem aus Game of Thrones) spielt Nick Lane, den Besitzer des Gästehauses, der seine Schulden nicht bezahlen kann und jeden Tag in ständiger Sorge lebt, was aus seiner Familie und seinen Gästen werden soll.

Shirley Henderson (einem breiten Publikum als Maulende Myrte in den Harry Potter-Filmen bekannt und zudem als Sidekick in allen Bridget Jones-Filmen zu sehen) spielt seine demenzkranke Frau Elizabeth mit sehr viel Feingefühl. Häufig blickt sie abwesend in die Ferne, als wäre sie gar nicht mit ihren Mitmenschen im selben Raum. Immer wieder hat sie jedoch Momente geistiger Klarheit, wenn sie diese plötzlich schonungslos ehrlich mit unangenehmen Wahrheiten (oder Halbwahrheiten?) konfrontiert. Der große Aha-Moment geschieht am Ende des ersten Aktes, als sie „Like a Rolling Stone“ in einer überwältigend emotionalen Fassung singt, vollkommen aus sich rauskommt und Töne raushaut, die man dieser zierlichen Person überhaupt nicht zugetraut hätte. Auch auf dem Cast-Album ist dies eines meiner absoluten Highlights.

© Manuel Harlan

Ein weiterer Höhepunkt ist „Tight Connection to My Heart“, gesungen von der großartigen Sheila Atim als Marianne. 19 Jahre zuvor wurde sie von einem Paar in einem Gästezimmer zurückgelassen und seitdem von Nick und Elizabeth großgezogen. Da Nick sich schämte, gesehen zu werden, wie er ein junges schwarzes Mädchen Hand in Hand zur Schule führt, wurde sie von Elizabeth zuhause unterrichtet. Nun ist sie unter rätselhaften Umständen schwanger und versucht, sich den ständigen Heiratsanträgen des Witwers Mr. Perry (Karl Johnson) zu entziehen, der ihr Großvater sein könnte.

Emmanuel Kojo (eine hervorragende Zweitbesetzung) spielte in der besuchten Vorstellung die Rolle des Boxers Joe Scott, der für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, eine dreijährige Haftstrafe absitzen musste. Ihm gehören zwei der stärksten Songs des Abends: „Slow Train Coming“ (im Mash-Up mit „License to Kill“) und „Hurricane“ – das Dylan auch ursprünglich schrieb, um Kritik an der ungerechten Verurteilung eines unschuldigen schwarzen Boxers zu üben. Joe Scott kehrt eines Nachts mit Reverend Marlowe (Finbar Lynch), einem zwielichtigen Bibelverkäufer, in der Pension ein. Ob die beiden etwas mit einem Ladenüberfall zu tun haben, von dem im zweiten Akt die Rede ist, bleibt offen.

Weitere beeindruckende Darbietungen kommen von Sam Reid als Nicks und Elizabeths alkoholsüchtiger Sohn Gene, der sich erfolglos als Dichter versucht und im Duett „I Want You“ mit seiner verflossenen Liebe Katherine (eine begnadete Sängerin: Claudia Jolly) berührt. Bronagh Gallagher überzeugt als Mrs. Burke – Frau eines ehemaligen Fabrikbesitzers, der alles verloren hat (David Ganly) und Mutter eines 30-jährigen Sohnes mit Lernschwäche (liebenswert: Jack Shalloo) – mit charismatischem Schauspiel und großartigem Gesang („Sweetheart Like You“) und ist zudem eine talentierte Drummerin. Als größte Sympathieträgerin erwies sich für mich am Ende des Abends Debbie Kurup in der Rolle der Witwe Mrs. Neilsen, die in dem Gästehaus logiert und eine Affäre mit Nick führt.

© Manuel Harlan

Obwohl Girl from the North Country von dem Kreativteam ausdrücklich als Theaterstück mit Musik und nicht als Jukebox-Musical kategorisiert wird und auf Wikipedia als „play“ gelistet ist, ist es bei den diesjährigen Olivier-Awards in den Musical-Kategorien nominiert. Welchem Genre man die Show nun zuordnet, finde ich vollkommen egal – das ist ohnehin immer subjektiv und sollte meiner Meinung nach überhaupt keinen Einfluss darauf haben, wie man den Theaterbesuch wahrnimmt und wertet.

Alle Argumente dafür, es als Theaterstück mit Musik zu bezeichnen, kann ich absolut nachvollziehen und finde das Label passend. Gleichzeitig bin ich aber ein großer Fan davon, wenn man sich vor vorbelasteten Genrebegriffen wie Musical oder Jukebox-Musical nicht scheut und sie ganz selbstbewusst einsetzt. Ist häufig sicherlich eine Marketing- und Zielgruppenfrage und es kann spannend sein, für Abweichungen der Norm neue Bezeichnungen zu suchen, aber ich finde es auch schön, den Begriff Jukebox-Musical nicht so einseitig zu denken und für eine große Bandbreite an Stücken zu nutzen, bis man ihn von seinem Stigma befreit. (Und was für ein Heuchler ich wäre, wenn ich alle Jukebox-Musicals pauschal verteufle, wo ich gleichzeitig die Uraufführung von Jagged Little Pill im Mai kaum erwarten kann.)

Es gibt bekanntlich Jukebox-Musicals wie Mamma Mia! und Ich war noch niemals in New York, die gezwungen eine (oft dürftige) Story um bereits bestehende Schlager basteln und es gibt biografische Jukebox-Musicals, die den Werdegang des entsprechenden Interpreten erzählen, so wie Beautiful und Jersey Boys. Wieder in eine andere Subkategorie fallen Werke wie American Idiot, die ein Konzeptalbum als Vorlage haben, das bereits mit einer Handlung und einem roten Faden ausgestattet ist, der für die Bühne lediglich ausgearbeitet wird.

© Manuel Harlan

Girl from the North Country lässt sich auf den ersten Blick nirgendwo auf diesem Spektrum so leicht platzieren. Hier existiert die Musik auf einer vollkommen anderen narrativen Ebene als die Geschichte selbst – ähnlich wie bei einem Filmsoundtrack – und ergibt trotzdem ein schlüssigeres Gesamtpaket als die meisten anderen hier genannten Werke. An dem Abend im Noël Coward Theatre habe ich es gar nicht als so subversiv wahrgenommen, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto stärker sehe ich das Stück als einen kleinen Gamechanger, da es eine ganz neue Art von Jukebox-Musical ins Spiel bringt. Es gibt mir große Hoffnung für die Zukunft eines Subgenres, das in der Szene einen sehr schlechten und vorurteilsbelasteten Ruf hat.

Natürlich ist es unheimlich wichtig, dass weiterhin Musicals mit neuer Musik geschrieben werden und Lieder, die extra als Bestandteil einer übergeordneten Handlung entstanden sind, haben eine größere Integrität als bestehende Lieder, die man sich im Nachhinein für eine Erzählung aneignet. Aber trotz des Jukebox-Aspekts strotzt auch Girl from the North Country nur vor Originalität und ich wünsche mir mehr Stücke dieser Art. Es ist eine Show, die ich mir gerne ein zweites Mal anschauen würde, da sich mir vieles erst im Nachhinein erschloss und ich das Buch bei einem erneuten Besuch sicher mehr wertschätzen könnte. In London habe ich dazu leider nicht mehr die Gelegenheit und bisher ist nur eine Produktion in Toronto nächstes Jahr angekündigt. Wer weiß, vielleicht stellt sie ja die Weichen für einen Broadway-Transfer? Die Show hätte es verdient.

Für sich betrachtet mag das Buch ein wenig lückenhaft wirken, aber in Kombination mit der Musik ist Girl from the North Country ein Gesamtkunstwerk. Wer sich ein Bild von der wunderschönen musikalischen Umsetzung machen will, sollte sich unbedingt das Cast-Album anhören. Ob die Show in den nächsten Jahren in irgendeiner Form den Weg in den deutschsprachigen Raum finden wird, bleibt abzuwarten, aber vielleicht hat sie vollkommen unbeabsichtigt den Weg für eine Neuerfindung des Jukebox-Begriffs geebnet.


Falls ihr in Zukunft mitbekommen wollt, wenn ich neue Beitrage veröffentliche und allgemein, wo ich mich theatermäßig so herumtreibe, schaut auch gerne mal auf meiner Facebook-Seite vorbei.


★★★★☆

GIRL FROM THE NORTH COUNTRY – Noël Coward Theatre, London; Musik und Liedtexte: Bob Dylan; Buch und Regie: Conor McPherson; Uraufführung (Old Vic): 8. Juli 2017; West End-Premiere: 29. Dezember 2017; rezensierte Vorstellung: 23. März 2018

Ein Gedanke zu “GIRL FROM THE NORTH COUNTRY in London: Die glorreiche Zukunft des Jukebox-Musicals

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s